Palm-Stiftung

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Johann Philipp Palm (1766-1806)

Ein deutsches Schicksal

Auftaktveranstaltung zur Verleihung des Johann-Philipp-Palm-Preises für Meinungs- und Pressefreiheit am 2.12.2006 in der Barbara-Künkelin-Halle, Schorndorf

Vortrag von Dr. Thomas Schnabel, Leiter Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Stuttgart und Mitglied im Kuratorium für die Auswahl der Preisträger

Johann Philipp Palm wurde 1766 in Schorndorf geboren und am 26. August 1806 in Braunau am Inn von französischen Soldaten nach dem Todesurteil in einem völlig willkürlichen Militärgerichtsverfahren erschossen. Dabei ging es nur am Rande um sein konkretes 'Vergehen', die Verbreitung einer antinapoleonischen Broschüre. Vielmehr sollte an ihm ein Exempel statuiert werden. So schrieb der bayerische Staatsminister Graf von Montgelas in seinen Denkwürdigkeiten, "dass der unglückliche Palm für alle büssen werde, und ein besonderer Kurier brachte den Befehl zu seiner Hinrichtung nach Braunau". [1]

Von der Nachwelt wurde Johann Philipp Palm, je nach den Zeitläuften, instrumentalisiert; so auch vom berüchtigsten Sohn Braunaus, Adolf Hitler. Dieser schrieb im 1. Kapitel von 'Mein Kampf' über seine Heimatgemeinde: "In der Zeit der tiefsten Erniedrigung unseres Vaterlandes fiel dort für sein auch im Unglück heißgeliebtes Deutschland der Nürnberger Johannes Palm, bürgerlicher Buchhändler, verstockter 'Nationalist' und Franzosenfeind. Hartnäckig hatte er sich geweigert, seine Mit-, besser Hauptschuldigen anzugeben. Also wie Leo Schlageter (der 1923 während des 'Ruhrkampfes' von den Franzosen wegen Sabotageaktionen hingerichtet worden war, T.S.). Er wurde allerdings auch, genau wie dieser, durch einen Regierungsvertreter an Frankreich denunziert. Ein Augsburger Polizeidirektor erwarb sich diesen traurigen Ruhm und gab so das Vorbild neudeutscher Behörden im Reiche des Herrn Severing (sozialdemokratischer Innenminister in Preußen, T.S.)." [2]

Diese Instrumentalisierung Palms durch das Dritte Reich - es erschienen auch einige sehr auflagenstarke Darstellungen - führte dazu, daß er nach 1945 weitgehend in Vergessenheit geriet, sieht man einmal von einem materialreichen und grundlegenden Beitrag von Willy Andreas 1958 und der 2003 erschienenen Biographie von Bernt Ture von zur Mühlen ab. [3]

Was machte Johann Philipp Palm zu diesem Spielball der unterschiedlichsten Interessen? Spiegelt die Interpretation seines Schicksals seit 1806 nicht in vielen Teilen die deutsche Geschichte wider? Wird er damit zu einem deutschen Schicksal, gerade auch in seiner doppelten Opferrolle? 

Sein Lebenslauf deutet zunächst auf keine Besonderheiten hin. Johann Philipp Palm wurde am 18. Dezember 1766 in Schorndorf geboren. Nach einer sorgfältigen Erziehung wurde er zu seinem Onkel, dem Erlanger Hofbuchhändler Johann Jakob Palm in die Lehre geschickt. Nach Anstellungen in Frankfurt und Göttingen kam er nach Nürnberg. Dort heiratete er Anna Katharina Stein, die Tochter des Buchhändlers Johann Adam Stein und trat als Teilhaber in das schwiegerväterliche Geschäft ein, das er später übernahm. Das Ehepaar hatte drei Kinder und führte, nach allem was wir wissen, ein glückliches, wenn auch geschäftlich nicht ganz sorgenfreies Leben.

Allerdings war Palm bereits 1798 und 1800 mit den Zensurbehörden in Konflikt geraten. So wurde er kurzzeitig in Salzburg verhaftet, weil er eine Broschüre vertrieben hatte, die sich kritisch mit den Zuständen an den dortigen Lehranstalten auseinandergesetzt hatte. Deshalb durfte er auch nicht mehr auf den Märkten des Fürstbistums Bücher verkaufen. 1800 beschwerte sich die österreichische Gesandtschaft in München über den Vertrieb einer kleinen Novelle, die als Schmähschrift gegen eine österreichische Erzherzogin eingestuft wurde. Da Palm diese Novelle auch vertrieben hatte, erhielt er eine Verwarnung der bayerischen Regierung, die ihn aber nicht einmal von den Münchener Messen ausschloß [4]

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts änderten sich die Verhältnisse in Deutschland radikal. 1806 endete das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Die geistlichen Herrschaften waren ebenso verschwunden wie die Reichsstädte und die meisten weltlichen Territorien. Die großen Gewinner waren die sogenannten Mittelstaaten, wie Baden das zum Großherzogtum aufstieg oder Bayern und Württemberg die zu Königreichen von Napoleons Gnaden wurden. Nachdem die Franzosen im Oktober 1806 auch noch die Preußen bei Jena und Auerstedt vernichtend geschlagen hatten, beherrschte Napoleon Deutschland praktisch uneingeschränkt, da Österreich aufgrund seiner Niederlagen zu diesem Zeitpunkt bereits aus Deutschland verdrängt worden war.

Der brutale, rechtlose Umsturz der jahrhundertealten, allerdings auch völlig verkrusteten politischen Verhältnisse löste große Unruhe aus. Die französische Besatzungsherrschaft und Willkür führte zu ersten antifranzösischen Regungen, die von England und Österreich, den noch verbliebenen Gegnern Napoleons zusätzlich geschürt wurden. Ein wichtiges Agitationsmittel waren antifranzösische Broschüren, deren Auftauchen von Napoleon zunehmend als bedrohlich empfunden wurde.

In dieser Atmosphäre erschien 1806 ein kleines Büchlein mit dem Titel "Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung", das eine sehr kritische Analyse der deutschen Situation von 1806 enthielt. Neben einer Verurteilung Frankreichs ging es dem Autor, der bis heute nicht bekannt ist, vor allem um eine Kritik an den deutschen Fürsten, "über das Betragen sämmtlicher Höfe, die mehr oder minder Antheil an Germaniens Unglück nehmen". [5]

Besonders kritisch stellte er das Verhalten der französischen Armee bei ihrem Einmarsch dar. "Baden und Wirtemberg, Frankreichs Nachbarn erhalten den ersten Besuch. Wie wolgemeint und freundschaftlich dieser ablief, darüber leisten die lauten Klagen jener Länder die Gewähr. Fressen, Saufen, Raub und Weiberschänden, waren Tagesordnung der französischen Armee. Die Kurhöfe, Baden und Wirtemberg hatten zwar ihre Länder durch ein abgedrungenes Bündniß mit der Krone Frankreich zu retten gesucht. Wie wenig waren sie aber dadurch gebessert? Höchstens wurde durch dieses traurige Mittel Sengen und Brennen verhütet." [6]

Obwohl das Büchlein weder besonders beleidigend noch aufrührerisch war, teilweise sogar etwas langatmig, löste es eine "Begebenheit" aus, "die in Deutschlands Annalen stets merkwürdig bleiben wird, und das Interesse eines großen Theils von Europa aufgeregt hat", wie Julius Graf Soden in einem ersten Nachdruck der Schrift schrieb, die er, um kritische Passagen gegen die deutschen Fürsten gekürzt, im Auftrag der Familie Palm 1814 herausgab. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde das Schicksal von Palm instrumentalisiert. In der Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon erschien es Soden zwar opportun, das Schicksal Palms zu schildern. Aber die Kritik an den deutschen Fürsten, die nun, bei der sich abzeichnenden Niederlage Frankreichs, gegen Napoleon kämpften, dem sie ihren Aufstieg zu verdanken hatten, unterdrückte er. 

Soden meinte im Übrigen, daß die "an sich so gehaltlose Flugschrift"..."um ihrer Gehaltlosigkeit willen, keinen neuen Abdruck verdiene". Nur einem Wunsch der Familie entsprechend habe er sich zur Herausgabe entschieden, "wenn jene Flugschrift im Ganzen unabgedruckt bliebe, und die verlangte historische Darstellung einzig als geschichtliche Urkunde, und zwar in einer durchaus unanstößigen Gestalt einverleibt würde; also gereinigt von allem was nicht unmittelbar als Veranlassung zu Palms Ermordung betrachtet werden, oder irgend einer Regierung oder Behörde anstößig erscheinen könnte." [7]

Es entbehrt nicht einer makabren Ironie, daß der erste Nachdruck der Schrift, die Palm das Leben gekostet hatte nur mit einer Art Selbstzensur erschien, da Palm der fehlenden Pressefreiheit zum Opfer gefallen war. Denn die Flugschrift war der Polizei in Augsburg aufgefallen. Die verhörten Buchhändler erklärten, die Broschüre von der Steinschen Buchhandlung in Nürnberg bekommen zu haben. Die Meldung ging an den bayerischen Minister Montgelas, der den französischen Gesandten in München informierte. Über den französischen Kriegsminister Berthier gelangte die Nachricht an Napoleon, der offensichtlich ein Exempel statuieren wollte. Im Journal de Paris erschien ein Artikel in dem die Steinsche Buchhandlung in Nürnberg als Verleger und Verbreiter der "Schandschrift" bezeichnet wurde und Konsequenzen angekündigt wurden. [8] Eine Denunziation, wie Hitler geschrieben hatte, gab es also nicht.

Am 5. August 1806 befahl Napoleon seinem Kriegsminister, die Buchhändler in Augsburg und Nürnberg zu verhaften. "Es ist mein Wille, dass sie vor ein Kriegsgericht gezogen und in 24 Stunden erschossen werden. Es ist kein gewöhnliches Verbrechen, wenn man in den Orten, wo sich die französischen Armeen befinden, Schmähschriften verbreitet, um die Einwohner gegen sie aufzuhetzen; es ist Hochverrat ... Sie werden das Urteil in ganz Deutschland verbreiten lassen." [9]

Obwohl Palm bei einem Messebesuch Ende Juli in München von den Behörden gewarnt worden war, "mehr Vorsicht und Zurückhaltung in seinem Benehmen zu beobachten, wenn er sich nicht den grössten Gefahren aussetzen wolle" [10], tauchte er nur kurzfristig unter, um dann nach Nürnberg zurückzukehren. Dort wurde er mit Hilfe eines Spitzels am 14. August verhaftet und über Ansbach nach Braunau gebracht, das damals noch von den Franzosen besetzt war. In den Vernehmungen bestritt er, mit der Flugschrift verlegerisch etwas zu tun zu haben und den Autor zu kennen. Er habe die Pakete von einem unbekannten Absender erhalten und diese an die beigelegten Adressen weitergeleitet. Dies war durchaus üblich, stimmte aber im konkreten Fall nicht. Palm kannte den Autor und war wohl der Verleger der Schrift.

Bei dem Militärgerichtsverfahren vor sieben französischen Obristen am 24. und 25. August in Braunau konnte Palm nichts nachgewiesen werden als die Verbreitung der Schrift. Palm, der keinen Verteidiger hatte, rechnete deshalb fest mit einem Freispruch und plante schon, seine Rückreise mit geschäftlichen Terminen zu verbinden. Am 26. August erfuhr er um 11 Uhr, daß er in drei Stunden hingerichtet werden würde. Unter großen Sicherheitsvorkehrungen, die Franzosen befürchteten Ausschreitungen der Bevölkerung, fand die Erschießung Palms statt. [11]

Ein Zeuge der Hinrichtung, der Donauwörther Stadtschreiber Leonhard Kremer, berichtete in seinem Tagebuch, daß zwei Stunden nach der Exekution Frau Palm mit einem Freund in Braunau eingetroffen sei. Dort ließ ihr der Stadtkommandant mitteilen, daß ihr Mann nicht mehr hier wäre. Man habe ihn entlassen und er sei auf einem anderen Wege in die Heimat zurückgekehrt. "'Das arme Weib', fährt Kremer fort, 'erfreut über diese Nachricht, vermutete nichts Böses und fuhr getrost wieder zurück, bis sie die Schreckenspost auf dem nächsten Ort erfahren haben mag.'" [12]

Gleichzeitig mit Palm wurde gegen den Donauwörther Kaufmann und Weinhändler Joseph Schoderer verhandelt, der eine Broschüre mit dem Titel "Genealogie der Kaiserlichen Majestäten und Hoheiten" verschickt hatte. Obwohl Schoderer in Braunau zusammen mit Palm zum Tode verurteilt wurde, unterblieb seine Hinrichtung. Zum einen setzte sich der bayerische König nachhaltig für ihn ein, zum anderen kannte sein Schwager, der Bürgermeister von Donauwörth Napoleon und seinen in München weilenden Kriegsminister Berthier persönlich. Zusammen führte dies zur Begnadigung Schoderers, der offensichtlich nur einen kurzen, relativ angenehmen Arrest in München absitzen mußte, bevor "er zur Freude der Seinigen und der Mitbürger wieder in Donauwörth angelangt" war. [13]

Allerdings gerieten die einzelnen Angeklagten aufgrund verschiedener Schriften ins Visier Napoleons und des französischen Militärs. Nur Johann Philipp Palm und dem aus Winterbach bei Schorndorf stammenden Augsburger Buchhändler Karl Friedrich von Jenisch wurde zur Last gelegt, "Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung" vertrieben zu haben. Schoderer wurde, neben Peter Heinrich Merckle, dem Löwenwirt aus Neckarsulm und dem Heilbronner Kaufmann Gottlieb Link, die miteinander in geschäftlichem Kontakt gestanden hatten, vorgeworfen, das gegen Napoleons persönliches Verhalten gerichtete Pamphlet "Die Genealogie der kaiserlichen Majestäten  und Hoheiten" weitergegeben zu haben. Die beiden österreichischen Beschuldigten, der Wiener Buchhändler Kupffer aus Wien und der Linzer Buchhändler Eurich fielen nicht in französische Hände und konnten deshalb auch nicht belangt werden. 

Jenisch wurde aufgrund des bayerischen Widerstandes nicht einmal nach Braunau transportiert und später den bayerischen Behörden übergeben. Merckle und Link kamen unmittelbar nach der Hinrichtung von Johann Philipp Palm am 26. August 1806 in Braunau an. Allerdings wurden auch sie den württembergischen Behörden übergeben und kamen deshalb auch sehr glimpflich davon. Mit der Hinrichtung von Johann Philipp Palm war das aus Napoleons Sicht notwendige Exempel statuiert.

Die Franzosen ließen das Urteil zur Abschreckung in 6.000 Exemplaren drucken und vor allem an Rathäusern aushängen. Damit hatten sie zunächst auch Erfolg. So heißt es in einer kürzlich erschienenen Darstellung über den Untergang des Alten Reiches: "Das warnende Beispiel der Exekution Palms trug dazu bei, dass die Klagen über das Ende des Reiches und die Anklagen gegen Napoleon und die deutschen Fürsten nicht allzu laut und zahlreich erhoben wurden." [14]

Trotzdem galt Palm, auch wenn dies zunächst nicht öffentlich geäußert werden durfte "als ein Märtyrer der guten Sache". Sein Tod löste eine Welle der Hilfsbereitschaft für seine Frau und die drei Kinder aus. "Der Brite steuerte milde Beiträge für die unglückliche Familie der Gemordeten; in Petersburg trug der Kaiser Alexander und die Kaiserin Mutter großmüthig zu einer Sammlung bei; einzelne Städte in Deutschland, Berlin, Leipzig, Dresden, Hamburg, und Dorpat thaten dasselbe. Der Name Palm entflammte den Zorn der deutschen Krieger zu blutiger Rache." [15] In Marburg bildeten Studenten "unter dem Eindrucke der Ermordung Palms, einen geheimen Bund zur Wahrung deutscher Art und Freiheit". [16]

Unstrittig war, daß die Erschießung Palms ein "Akt rechtloser Willkür" war. Das Recht "wurde durch das geschilderte Vorgehen der Franzosen in ihrer Eigenschaft tatsächlicher Gewalthaber, die sich in diesem Falle über das geltende Recht stellten, willkürlich gebrochen." [17] Es ging nicht um die konkrete Person und die konkrete 'Tat' von Johann Philipp Palm. Es ging Napoleon um das abschreckende Beispiel. 

Eine Ausnahme in der allgemeinen Einschätzung stellte Goethe dar, von dem berichtet wird, er habe gegenüber einem Besucher geäußert, daß Napoleon die Welt ungefähr "nach den nämlichen Grundsätzen dirigiere, wie er (Goethe, T.S.) das Theater. Er (Goethe, T.S.) fand es ganz in der Regel, daß er (Napoleon, T.S.) einem Schreier wie Palm, einem Prätendenten wie d'Enghien eine Kugel vor den Kopf schießen läßt, um das Publikum, das die Zeit nicht abwarten kann, sondern überall störend in die Schöpfungen des Genies eingreift, ein für allemal durch ein eklatantes Beispiel abzuschrecken." [18]

Indirekt billigte Goethe damit Johann Philipp Palm aber auch eine außergewöhnliche Rolle zu, indem er ihn in eine Reihe mit dem französischen Thronanwärter, dem Herzog von Enghien, stellte, den Napoleon ebenso widerrechtlich aus Ettenheim hatte entführen und in Vincennes hinrichten lassen.

Diese Verbindung wird auch in einigen zeitgenössischen antinapoleonischen Theaterstücken hergestellt. So traten der Herzog von Enghien und Palm gemeinsam in einem anonym um 1815 erschienen Stück mit dem Titel "Napoleon's Ankunft in der Hölle" auf. Sie "fallen auf ihre Knie, und sprechen mit gefaltenen Händen, und gen Himmel gerichtetem Blick: Barmherzigkeit, Gnade dem Sünder! - Gnade Napoleons! Vernichte ihn nicht Barmherziger! - Er wußte nicht, was er that!" [19]

In einem anderen antinapoleonischen Stück das am 20. Juni 1814 zum ersten Mal auf dem Hamburger deutschen Theater aufgeführt worden war, erschien Palm Napoleon wieder als Geist und bot ihm an, nie wieder zu erscheinen,

 "... hältst Du was Du versprachst. 
D'rum setz Dich flugs zum Schreiben nieder, 
Doch wache, daß du die Wahrheit sagst. 
Dann sende, was Du schriebst nach Erlangen, 
Meine trauernden Erben wohnen dort.
Sie werden Dein Buch mit Dank empfangen,
D'rauf geb' ich Dir mein Geisterwort. 
Sie werden es kostenfrei verlegen
Auf prächt'ges Imperialpapier,
Theils deinet- und theils meinetwegen;
Denn merke: Du dedicirst es mir. 
Mir mußt Du Dein Opus dediciren, 
Mir, der durch Dich erschossen ward, 
Dann werd' ich Dich nie mehr incommodiren." [20]

Im selben Jahr veröffentlichte August von Kotzebue, der 1819 in Mannheim von dem Studenten Sand ermordet werden sollte, eine "heroische Tragi-Comödie" unter dem Titel "Noch Jemand's Reise-Abentheuer", in dem selbstverständlich auch Johann Philipp Palm auftrat, der Napoleon vor der Schlacht in Leipzig warnte und sich folgendermaßen vorstellte:

"Einst sah ich Deutschland tief hinab gestoßen.
In die Erniedrigung durch deinen Uebermuth.
Und als ich heiße Thränen drum vergossen.
Mußt' ich dir büßen mit meinem Blut!"

In diesem Stück rechtfertigte sich Napoleon für die Erschießung:

"O ja, ich kenne dich recht gut.
Das Leben konnt' ich dir nicht schenken,
Man fand eine Schrift bei dir, die mich verhöhnt.
Ich hatte den lieben Deutschen das Denken
Schon damals ziemlich abgewöhnt.
Und konnte folglich nicht erlauben,
Daß man auf's neue zu denken begann.
Weil auf Gehorsam und blinden Glauben
Ich nur gegründet mein Vatikan.
Drum hast du selber dir beizumessen,
Daß dich erschossen meine Grenadier;
Doch diese Kleinigkeit sei vergessen...
Mir ist Europa zur Sklavin beschieden,
Der Rheinbund ist der Knecht im Haus..."

Palm droht Napoleon daraufhin sein politisches und militärisches Ende an:

"Es lauern schon die rüstigen Jäger,
Erwacht ist Gottes Straf-Polizei!
Es treten auf Millionen Kläger:
Die Wahrheit zeigt sich ohne Scheu!
O wäre ich nun noch ihr Verleger!
Triumph! Triumph! Deutschland ist frei!" [21]

Zwei Jahre später, Napoleon war inzwischen nach Sankt Helena verbannt worden, erschien Palm ihm in einem weiteren Theaterstück als Geist, dieses Mal aber als Rachegeist. 

"Du kennst mich wohl, schon oft erschien' ich 
Dir blutend, wie Du jetzt mich siehst. 
Das Strafamt zu vollziehen, dien' ich;
Denn nimmer weich' ich, wohin Du auch fliehst ...
Eh mag das Weltall in Glut zerschmelzen,
Eh Du von uns Erlösung gewinnst." [22]

Allerdings war Palm erst nach der völligen Umdeutung 'seiner' Broschüre für die Befreiungskriege unter preußischer Führung propagandistisch 'verwendbar'. Das Büchlein gehörte, worauf Wolfgang Burgdorf erst kürzlich sehr eindrücklich hinwies, im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts "zum Bildungskanon des deutschen Bürgertums". "Diese Rezeptionsgeschichte verdankte sie ihrem Image als antifranzösische Kampfschrift. Das war sie auch, aber sie war auch eine leidenschaftliche Anklage gegen das preußische Neutralitätssystem. Der Verfasser hielt den Baseler Frieden von 1795 für ursächlich für die Unglücksfälle, welche das Deutsche Reich zwischen 1795 und 1806 trafen. Unverzeihlich schien es ihm auch, dass Preußen Österreich im Dritten Koalitionskrieg und bei Austerlitz allein gelassen hatte... Der Reichspatriot Palm wurde zum ersten Märtyrer der durch Preußen bewerkstelligten nationalen Wiedergeburt." [23]

Zu der Kritik an Preußen kam noch die massive Kritik an den Fürsten des Rheinbundes, die 1813, nachdem der militärische Stern Napoleons zu sinken begann, die Seiten wieder wechselten, um ihre Gewinne aus dem Rheinbund in die neue Zeit zu retten. Auch sie hatten verständlicherweise kein Interesse an einer Auseinandersetzung über die berechtigten Vorwürfe in Palms Broschüre "Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung“. 

Deshalb spielte Johann Philipp Palm nach dem Ende der Befreiungskriege und der Enttäuschung über das Scheitern der nationalen und freiheitlichen Hoffnungen zunächst kaum eine Rolle in der Erinnerungskultur. Im vom österreichischen Staatskanzler Metternich kontrollierten Vormärz konnte man schlecht einen Verleger feiern, der u.a. ein Opfer der fehlenden Pressefreiheit geworden war, nachdem die Pressefreiheit nach 1819 in Deutschland erneut unterdrückt wurde.

Palm war für die Nachwelt zunächst und völlig berechtigt das Opfer Napoleons. "So starb P.(alm, T.S.), unschuldig, als Opfer der Despotie des damaligen Tyrannen von Europa." [24] Noch Mitte der sechziger Jahre erschien in einer populären Zeitschrift "für die gebildete Welt" eine rührselige Erzählung unter dem Titel "Palms Laufbursch". Sie endete mit dem Satz. "Heute aber sind es fünfzig Jahre, daß Palm der napoleonischen Tyrannei zum Opfer gefallen." [25] 

Mit dem deutsch-französischen Krieg wandelte sich diese Einstellung. Besonders schön sieht man dies bei Wilhelm Ganzhorn von dem das Gedicht "Im schönsten Wiesengrunde” stammt. Er schrieb eine kleine Broschüre über Peter Heinrich Merckle und Gottlieb Link. In seiner Einleitung heißt es: "So gewaltig der Herrscher Napoleon in seinem Kaisermantel vor uns stehen mag: eine einzige That schon ist es, die diesen Mantel mit einem dunklen Male bedeckt hat, eine That, deren Gedenken dem deutschen Patrioten unvergeßlich bleibt: Dieses Mal ist das für die deutsche Sache geopferte Blut des Märtyrers Palm." Am Ende seiner Schrift fügte Ganzhorn dann noch an, daß er die Schrift schon vor Kriegsausbruch vollendet hatte; "der Druck wurde aber durch den von unserm fränkischen Nachbarn so freventlich veranlaßten Krieg hinausgerückt, welcher, Dank der kräftigen Leitung und dem innigen Zusammenwirken der deutschen Stämme - so herrliche Tage über unser Vaterland hat leuchten lassen." [26] 

Erst nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 wurde Palm zu einem "Opfer französischer Tyrannei in Deutschland ... Die brutale That erregte im deutschen Volk ingrimmigen Haß gegen den rohen Gewalthaber und seine feigen Schergen sowie das Bewußtsein der tiefen Erniedrigung Deutschlands. 1866 wurde P. in Braunau ein lebensgroßes Bronzestandbild ... errichtet. Sein Haus in Nürnberg hat König Ludwig I. (von Bayern, T.S.) durch eine Gedenktafel ausgezeichnet." [27]

Auch für Heinrich von Treitschke war die Erschießung Palms der erste Justizmord Bonapartes auf deutschem Boden. Allerdings fällte er ein vernichtendes Urteil über die Broschüre 'Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung'. Für ihn war es "ein treugemeintes, gefühlsseliges Schriftchen", ein "Stoßseufzer des harmlosen Spießbürgertums". [28] Offensichtlich hatte der glühende Preußenverehrer die Broschüre in ihrer antipreußischen Haltung richtig verstanden und lehnte sie wohl auch deshalb ab.

In einer zweibändigen Napoleon-Biographie von 1908 wurde die Erschießung Palms "als die Geburtsstunde des deutschen Napoleonhasses" bezeichnet; "denn so manchen Schimpf Napoleon dem deutschen Volke bisher angetan hatte: Palms Andenken in vaterländisch gesinnten Herzen war das des ersten Märtyrers um der Auflehnung willen gegen den Zwingherrn Deutschlands." [29]

Ganz ähnlich lautete die Einschätzung der Folgen der Hinrichtung Palms auch noch 100 Jahre später in einer der jüngsten Napoleon-Biographien. "Mit diesem Willkürakt verscherzte sich Napoleon rasch die Sympathien derer, die ihm diesseits des Rheins als Retter zugejubelt hatten. Ihre Bewunderung schlug nun in Abneigung und Hass um." [30]

Einen ersten Höhepunkt erreichte die nationale Palmverehrung am 100. Todestag 1906. Zahlreiche Bücher und Theaterstücke erschienen zu diesem Gedenktag. In Braunau fand eine große Palmfeier statt, wie der Schwäbische Merkur berichtete. Zunächst hatte im Theater eine Aufführung des fünfaktigen Trauerspiels "Johann Philipp Palm" von Alfred Ebenhoch, dem Landeshauptmann von Oberösterreich, stattgefunden. Fast sämtliche noch lebende Mitglieder der Familie Palm, der württembergischen wie der bayerischen Linie, hatten sich eingefunden, "um Denkmal und Grab des unglücklichen heldenmütigen Ahnherrn mit Kränzen und Blumen zu zieren". Die bedeutendsten Buchhändlervereinigungen Deutschlands und Österreichs waren ebenso vertreten wie der Verband deutscher Journalisten- und Schriftstellervereine. Letztere bezeichneten Palm als "den Märtyrer des freien Worts, für den Blutzeugen des Zeugniszwangs, gegen den heute noch gekämpft werde." Höhepunkt der Veranstaltung war dann ein Festzug mit allen Vereinen der Stadt und den auswärtigen Besuchern zum Denkmal. [31]

Die Instrumentalisierung von Palm und der übrigen Angeklagten für nationale Zwecke war aber nicht auf Konservative oder Nationalsozialisten beschränkt. Der katholische Geistliche Ernst Bauer aus Ludwigsburg war Biograph und Freund des Zentrumspolitikers Matthias Erzberger, der 1921 von Nationalisten ermordet worden war. Bauer verfaßte 1930 ein Heimatspiel mit dem Titel "Der Löwenwirt von Neckarsulm. Peter Heinrich Merckle, ein Leidensgenosse Palms, ein Opfer napoleonischer Grausamkeit". In seinem Geleitwort verknüpfte Bauer problemlos die Situation des Jahres 1930 mit dem Jahr 1806. Innigste Heimatliebe sei Merckles und Palms 'Verbrechen' gewesen. Deswegen mußte Merckle "bitterste Kerkerhaft und qualvolle Todesangst erleiden. Für die Heimat haben Millionen unserer Volksgenossen ihr Leben hingegeben. Wie teuer muß uns sein, was mit so kostbarem Preise bezahlt wurde." [32]

Palm wurde also in weiten Bevölkerungskreisen "als Märtyrer gefeiert". [33] Im Dritten Reich behaupteten die neuen Machthaber sogar, daß Palm "in Deutschland sofort als Blutzeuge der nationalen Idee gefeiert" worden sei. "Das Sterben P.s in Braunau, der Vaterstadt Adolf Hitlers, beeinflußte diesen in seiner Jugend tief." [34]

Die Autoren bemühten sich aus der zufälligen Verbindung 'Braunau' einen Zusammenhang zwischen Johann Philipp Palm und Adolf Hitler herzustellen. So hieß es schon 1933 in einer Darstellung von Palm, daß dieser sein Leben mit der Preisgabe des Autors von 'Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung’ hätte retten können; "er fällt lieber aufrecht, tapfer und ehrenhaft: ein Beispiel für alle Zeiten. Dafür wuchs in Braunau ein anderer Mann in die Wirrnis einer späteren Zeit, der sie mit festem Griff entwirrte. Die Schüsse der französischen Soldaten sind längst verhallt und in den Bäumen um Braunau rauscht mächtig ein anderes Lied: Ein Lied von braunen Bataillonen." [35] Ein anderer Autor bemühte in seinem Roman sogar einen französischen Offizier um mit dessen frei erfundenen Worten eine Verbindung zwischen Palm und Hitler herzustellen. "'Es müßte keinen Gott im Himmel geben', hallte seine Stimme über den Platz hin, 'wenn aus diesem Boden und aus der Ehre und Liebe dieses Helden nicht noch einmal einer kommen sollte, der größer ist als wir, und auf den die Welt sehen und hören muß, ob sie will oder nicht!'" [36]

In einem Lebensbild von 1938 wurde er für die neue Zeit des Nationalsozialismus in Anspruch genommen. "So mußte er vernichtet werden, um in demselben Augenblick als ewig brennende Fackel an dieser neuen Wegstrecke unseres Volkes zu stehen. Sie leuchtet auf weite Strecken in die neue Zeit." [37]

Aber auch in einem Roman der Nachkriegszeit, der sich in starkem Maße auf Publikationen aus dem Dritten Reich stützte, wurde Palm erneut instrumentalisiert. "Indem er von Deutschland spricht und sich an die Deutschen wendet, stellt er das Volk als neue, als die eigentliche geschichtliche Größe ins Bewußtsein." [38]

Selbst in der DDR, die ihn als Patrioten bezeichnete, wurde Palm für die eigenen Zwecke mißbraucht. 1953 erschien in Ostberlin eine Erzählung über ihn von Georg Krüger. In seiner Einführung stellte Krüger den Zusammenhang zwischen 1806 und 1953 her: "Viel tiefer noch als 1806/07 ist die Erniedrigung, die unser Vaterland heute in seinem westlichen Teil erleidet, wo unter harter fremder Besatzung, Willkür und kapitalistischer Ausbeutung mit Hilfe gewissenloser Verräter aus dem eigenen Lande der grausame Faschismus und der ewig kriegslüsterne Militarismus neu entstehen ... Johann Philipp Palm aus Nürnberg, ein wahrer Märtyrer der deutschen Freiheit, ist allen, die heute um die Befreiung ihres Vaterlandes ringen, ein Vorbild. Sein Name ist unsterblich wie die Namen ungezählter Söhne und Töchter der Nation, die zu seiner Zeit und später bis in die jüngsten Tage hinein ihr Leben einsetzten für ein neues, friedliebendes, schöneres Deutschland." [39]

Mitte der sechziger Jahre erschien in der Bundesrepublik eine dramatische Skizze zu Johann Philipp Palm. Nun wurde aus dem Patrioten und deutschen Nationalisten der früheren Jahrzehnte der Vertreter der kleinen Leute und Opfer der Diktatur. In einem fiktiven Gespräch mit Napoleon erklärt Palm am Ende des Stückes: "Doch als ich zum Richtplatz geführt wurde, da straffte mich eins: Der Wille, träfe ich Euch, den Kaiser Napoleon, im Jenseits, Euch entgegenzutreten als Anwalt der vielen, deren Leben Ihr vernichtet habt, als Anwalt des Gewissens und der Ehrfurcht vor dem Leben." [40]

Anmerkungen

  1. Denkwürdigkeiten des Bayerischen Staatsministers Maximilian Grafen von Montgelas (1799-1817). Im Auszug aus dem französischen Original übersetzt von Max Freiherrn von Freyberg-Eisenberg und herausgegeben von Ludwig Grafen von Montgelas, Stuttgart 1887, S. 132.
  2. Adolf Hitler, Mein Kampf, München 1933 (54. Auflage), S. 1/2.
  3. Willy Andreas, Johann Philipp Palm. Zur einhundertfünfzigsten Wiederkehr seines Todestags 26. August 1956; in: Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte 21 (1958), S. 18 - 68. Bernt Ture von zur Mühlen, Napoleons Justizmord am deutschen Buchhändler Johann Philipp Palm, Frankfurt am Main 2003.
  4. Von zur Mühlen (wie Anm. 3), S. 22 - 24.
  5. Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung, 2. Neuabdruck, eingeleitet von Rich. Graf Du Moulin Eckart, Leipzig 1906, S. 7.
  6. Ebd., S. 22.
  7. Johann Philipp Palm, Buchhändler zu Nürnberg. Auf Napoleons Befehl hingerichtet zu Braunau den 26sten August 1806. Ein Beitrag zur Geschichte des leztern Jahrzehnds. Der theilnehmenden Menschheit, uns insbesondere den edlen Wohlthätern gewidmet, von der Palmischen Familien, Nürnberg 1814, S. IV+V.
  8. Zit. nach Andreas (wie Anm. 3), S. 27.
  9. Zit. nach von zur Mühlen (wie Anm. 4), S. 45/6.
  10. Zit. nach Denkwürdigkeiten (wie Anm. 1), S. 131.
  11. Vgl. dazu von zur Mühlen (wie Anm. 4), S. 77 - 81.
  12. Ludwig Auer, Joseph Schoderer, Kaufmann und Weinhändler in Donauwörth, Donauwörth 1904, S. 43/4.
  13. Ebd., S. 37.
  14. Wolfgang Burgdorf, Ein Weltbild verliert seine Welt. Der Untergang des Alten Reiches und die Generation 1806, München 2006, S. 165.
  15. Allgemeine Deutsche Real-Encyclopädie für die gebildeten Stände. (Conversations-Lexicon) In zehn Bänden, siebenter Band, Leipzig (Brockhaus) 1819, S. 206.
  16. Heinrich von Treitschke, Deutsche Geschichte im Neunzehnten Jahrhundert. Erster Teil. Bis zum zweiten Pariser Frieden, 9. Auflage, Leipzig 1913 (Nachdruck, Königstein/Ts. 1981, S. 304.
  17. Deutsches Rechtsleben während des 19. Jahrhunderts. Lehrreiche Rechtsfälle gesammelt und bearbeitet von Rudolf Stammler, München 1932, S. 41.
  18. Zit. nach Flodoard Frhr. von Biedermann, Goethes Gespräche, Gesamtausgabe, 2. durchgesehene und stark vermehrte Auflage, 1. Band, Leipzig 1909, S. 546.
  19. Napoleon's Ankunft in der Hölle. Eine Posse in einem Act, o.O., o.J., S. 31.
  20. Die letzte Reise des Herrn Noch Jemand. Eine heroische Tragi-Comödie in einem Act, Hamburg 1814, S. 29.
  21. A. v. Kotzebue, Noch Jemand's Reise-Abentheuer. Eine heroische Tragi-Comödie. Seitenstück zum Flußgott Niemen und Noch Jemand, o.O. 1814, S. 24/5.
  22. Sanct Helena und Noch Jemand. Eine Tragikomödie für ganz Europa in einem Act, Hamburg 1816, S. 25/26.
  23. Burgdorf (wie Anm. 14), S. 255/6.
  24. Allgemeine Realencyclopädie oder Conversationslexicon für das katholische 1. Deutschland, Siebenter Band, Regensburg 1848, S. 1025.
  25. Franz Freiherr von Ditfurth, Palms Laufbursch. Nach authentischen Familienpapieren erzählt; in. Freya. Illustrirte Blätter für die gebildete Welt 5/1865, S. 145.
  26. W. Ganzhorn, Löwenwirth Peter Heinrich Merckle von Neckarsulm und Kaufmann Gottlieb Link von Heilbronn, die Genossen des am 26. August 1806 erschossenen Buchhändlers Palm von Nürnberg. Nach mündlichen Mittheilungen und schriftlichen Ueberlieferungen. Zu patriotischen Zwecken, Heilbronn 1871, S. 3/4 und 29.
  27. Meyers Konversations-Lexikon, Zwölfter Band, Leipzig 1877, S. 513.
  28. Treitschke (wie Anm. 16), S. 236.
  29. Oskar Klein-Hattingen, Napoleon der Erste. Eine Schilderung des Mannes und seiner Welt, Erster Band: Von 1769-1806, Leipzig 1908, S. 600.
  30. Johannes Wilms, Napoleon. Eine Biographie, München 2005, S. 448.
  31. Schwäbischer Merkur Nr. 398 v. 28.8. 1906, S. 3/4.
  32. Ernst Bauer, Der Löwenwirt von Neckarsulm. Peter Heinrich Merckle, ein Leidensgenosse Palms, ein Opfer napoleonischer Grausamkeit. Heimatspiel in 5 Bildern mit einem Vorspiel, Neckarsulm 1930.
  33. Der Große Brockhaus, Vierzehnter Band, Leipzig 1933, S. 87.
  34. Meyers Lexikon, Achter Band, Leipzig 1940, S. 821.
  35. Hermann Thimmermann, Erschossen in Braunau. Das tragische Schicksal des ritterlichen Verlagsbuchhändlers Johann Philipp Palm aus Nürnberg, München 1933, vordere Umschlagseite.
  36. Werner May, Buchhändler Palm. Ein deutsches Heldenschicksal aus dem Jahre 1806, Breslau 1935, S. 71.
  37. Martin Riegel, Der Buchhändler Johann Philipp Palm. Ein Lebensbild. Mit einem vollständigen Abdruck der Schrift "Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung" Hamburg 1938, S. 10.
  38. Heinz Mahncke, Der einsame Ruf. Vom Leben und Sterben des Johann Philipp Palm, Hamburg 1960, S. 276.
  39. Georg Krüger, Johann Philipp Palm. Vom Kampf und Opfertod eines guten Deutschen. Mit zwei Erzählungen aus den Befreiungskriegen 1813/15, Berlin 1953, S. 14.
  40. Heinrich Rogge, Nürnberg 1806. Das Schicksal des Buchhändlers Johann Philipp Palm. Dramatische Skizze in 6 Bildern, Hannover 1967, S. 31.
  41. Zit. nach der Satzung der Palm-Stiftung.