Palm-Stiftung

PALM-STIFTUNG

gemeinnütziger Verein e. V.
Schorndorf
Wallstraße 2
73614 Schorndorf

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Medienfreiheit zwischen Schorndorf und Braunau

Der Palm-Preis des INN Kurzfilmfestival

In Braunau am Inn ist das Gedächtnis an den Buchhändler Johann Philipp Palm lebendig und deutlich im Stadtbild sichtbar. Der in Schorndorf geborene Buchhändler Johann Philipp Palm wurde am 26. August 1806 wegen der Verbreitung der Flugschrift „Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung“ auf unmittelbaren Befehl Napoleons nach Braunau verschleppt, in einem Scheinprozesses zum Tode verurteilt und erschossen. Die Palm-Stiftung e.V. pflegt die Beziehung zwischen den beiden Antipoden von Palms Leben: seiner Geburtsstadt Schorndorf und seiner Todesstätte Braunau.

Am 23./ 24. September 2016 fand zum ersten Mal das INN Kurzfilmfestival in Braunau statt. Es ist eine Hommage an das Vermächtnis Palms: Das Medium des Kurz- oder Dokumentarfilms kann komplexe Inhalte in Wort und Bild verdeutlichen, darstellen, interpretieren. Beide Spielarten stellen einen deutlichen Kontrast zu den Hochglanzproduktionen der internationalen Filmindustrie dar und tragen nicht selten Merkmale des Hintergründigen oder gar Subversiven.

In der Kategorie Kurzfilm stiftete die Palm-Stiftung e.V. die Preisgelder für den ersten, zweiten und dritten Platz. Mit der Auslobung des Palm-Filmpreises am INN Kurzfilmfestival möchte die Palm-Stiftung e.V. dazu beitragen, die Medien- und Meinungsvielfalt zu fördern und zu erhalten. Der Preis ermöglicht es auch und gerade jüngeren Künstlern, ihre mediale Ausdrucksform abseits des Mainstream zu finden und bereichert so die Medienlandschaft.

Wir gratulieren dem Regisseur Matthias Sahli zu seinem Siegerfilm „Hausarrest“ in der Kategorie Kurzfilm (Fiction)!
http://www.innkurzfilmfestival.at/hausarrest/

Matthias Sahli stammt aus Winterthur in der Schweiz und studierte an der Züricher Hochschule für Künste ZHdK. Der Film „Hausarrest“ erzählt die Geschichte von Max, der zu 6 Monaten Hausarrest verurteilt wurde. Eine elektronische Fußfessel namens Percy assistiert ihm während dieser Zeit. Eines Tages stellt Max jedoch mit Schrecken fest, wie weit Percy in ihrer Funktion geht. Es bleibt ihm nur ein Ausweg, um sich von der Fußfessle zu trennen… Ein Film über Vorstadtleben und Technikgläubigkeit. Erzählt in klaren, kühlen Bildern, die mehr verbergen als zeigen und dem subtileren Medium Ton viel Spielraum lassen.