Palm-Stiftung

PALM-STIFTUNG
gemeinnütziger Verein e.V. Schorndorf

Wallstraße 2
73614 Schorndorf

Telefon: +49 7181 9911847
info@palm-stiftung.de

Spendenkonto Kreissparkasse Waiblingen
IBAN: DE55 6025 0010 0005 2375 55

Für Freiheit gegen Gewalt:

Der Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit

Jedes zweite Jahr verleihen wir den mit 20.000 € dotierten internationalen Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit. Der Festakt zur Vergabe des Preises ist öffentlich und findet in jedem geraden Jahr am ersten Sonntag im Dezember statt.

Der Preis trägt den Namen eines Familienmitglieds, des aus Schorndorf stammenden Buchhändlers Johann Philipp Palm (1766 – 1806). Palm hatte im Jahr 1806 eine anonyme Flugschrift vertrieben, die sich gegen die napoleonische Militärdiktatur, die Kollaboration der deutschen Fürsten und die Misshandlung der französischen Soldateska an der Bevölkerung wandte. Auf direkten Befehl Napoleons wurde Palm von seinem Wohnort Nürnberg nach Braunau in Österreich verschleppt und dort in einem Scheinprozess zum Tode verurteilt und erschossen.

Das Kuratorium zur Auswahl der diesjährigen Preisträger*innen hat am 16. Mai 2020 getagt. Wir freuen uns über die Wahl von:

Zum ersten Mal in der Geschichte des Palm-Preises findet in diesem Jahr KEIN öffentlicher Festakt statt.

Wir bedauern das außerordentlich.

Am 6. Dezember wird dennoch eine Veranstaltung im Kreis einiger geladener Gäste, Unterstützerinnen und Partner stattfinden, um der Preisträgerin und dem Preisträger unsere Anerkennung auszudrücken.

 

Im Jemen spitzt sich die ohnehin prekäre Situation der Bevölkerung durch die steigende Zahl von Infektionen mit Covid-19 weiterhin zu. Es gibt so gut wie keine Versorgung mit Lebensmitteln, sauberem Wasser, Strom und Hygieneartikeln. Die meisten Krankenhäuser sind zerstört oder können mangels Ausstattung nicht arbeiten. Der Flughafen der Hauptstadt Sanaa ist geschlossen, das Land praktisch abgeriegelt. Unserer Preisträgerin Bushra Al-Maktari ist es aufgrund schwerer Krankheit derzeit nicht möglich, das Haus zu verlassen.

 Lesen Sie hier ihren Brief an uns über die bedrückenden Umstände in ihrem Land

 

Der Aufenthaltsort von Gui Minhai in China ist nach wie vor unbekannt und es besteht keine Kontaktmöglichkeit. Die chinesische Regierung geht unterdessen immer schärfer und immer offener gegen Regimekritiker in Festland-China und in Honkong vor. Auch Unterstützer*innen der Demokratiebewegung im Ausland werden zunehmend unter Druck gesetzt. Die Tocher unseres Preisträgers, Angela Gui, wird am 6. Dezember per Videochat aus England unserem kleinen Festakt  zugeschaltet.

 Lesen Sie hier ihren Brief an uns über die Suche nach ihrem verschleppten Vater



In Kooperation mit