Palm-Stiftung

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10.5.2022

11. Johann-Philipp-Palm-Preises für Meinungs- und Pressefreiheit am 4.12.2022

"Die Lage der Presse- und Meinungsfreiheit weltweit gleicht einem Desaster"

SCHORNDORF. Den 11. internationalen Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit 2022 sollen in diesem Jahr Coracon - ein Verband von über 40 Kommunalradios aus dem Kongo und gemeinsam, als Zeichen des Kuratoriums gegen den unmenschlichen Krieg in der Ukraine und "für Freiheit und gegen Gewalt" der prominente russische Journalist und Medienschaffende Alexei Wenediktow und das Institute of Mass Information (IMI) aus der Ukraine, erhalten.

Alle drei zeichnet ihre langjährige Arbeit aus, in der sie auf Missstände in Politik und Justiz aufmerksam machen und es als ihre ureigenste Aufgabe ansehen, der Bevölkerung unabhängige Informationen und Nachrichten zur Verfügung zu stellen.

Wer sich bei  CORACON, dem "Collectif des Radios et Télévisions Communautaires du Nord-Kivu", journalistisch engagiert, tut dies unter hoher persönlicher Gefahr für sich und seine Angehörigen. Das Leben der Menschen im Kongo ist seit Jahrzehnten geprägt von Gewalt durch Milizen und Armee, dem Kampf um Bodenschätze, willkürlichen Verhaftungen, Vergewaltigungen, Mord und Hunger. Ihr Ziel bleibt es, via Radio und Lokal-TV zur Friedensschaffung, zur Demokratie und zur Aufklärung der Bevölkerung beizutragen.

Das  Institute of Mass Information (IMI) ist eine Plattform für alle, die sich für einen fundiert recherchierten Journalismus und eine plurale Zivilgesellschaft in der Ukraine stark machen. Rechtsbeistand sowie Reformen der Mediengesetzgebung machen sie zu einem wichtigen Partner der ukrainischen Medienschaffenden.

Alexei Wenediktow ist ein Urgestein der alternativen russischen Medienlandschaft und Gründer des kürzlich geschlossenen "Echo Moskwy". Er hat den kalten Krieg miterlebt und weiß, wovon er spricht: "Aber wir müssen zugeben, dass wir vergessen haben, wie wir vor 30 Jahren vor Michail Gorbatschow gelebt haben. In der Tat kehren wir in diese Zeit zurück."

In seiner Begründung hebt das Kuratorium die jeweils unterschiedlichen, jedoch enorm gefährlichen Umstände hervor, unter denen die Ausgezeichneten in ihren Heimatländern nach wie vor arbeiten.

Mitglieder des  Kuratoriums sind: Seyran Ateş (Anwältin/Publizistin, Trägerin des Preises 2008), Anne Chebu, (HR/BR), Bernd Hornikel (OB Schorndorf), Carl-Wilhelm Macke (JhJ), Prof. Dr. Ulrich Palm (Familie Palm), Heinrich Riethmüller (GF Osiander), Prof. Dr. Thomas Schnabel (ehem. Leiter des HdG BW), Jana Simon (Die ZEIT), Hubert Spiegel (FAZ), Christa Vossschulte, (ehem. stellv. Präs. des Landtags von BW)

Die Palm-Stiftung stellt für den Preis alle zwei Jahre 20.000 Euro zur Verfügung.

Unsere  Partner sind Amnesty International, Journalisten helfen Journalisten, Reporter ohne Grenzen, das Haus der Geschichte Baden-Württemberg und die Stadt Schorndorf.

Der Festakt findet am 4. Dezember 2022 um 11 Uhr in der Barbara-Künkelin-Halle in Schorndorf statt.

Kontakt: Annette Krönert, kroenert@palm-stiftung.de, +40 163 6336 910